Feiertage und Tristesse

Bewegte Geschichte des Internats

Im August 1992 hat Günter Glasauer vom Deutschen Basketball-Bund (DBB) eine frohe Botschaft erhalten: Der nationale Verband unterstützt ein Teilzeitinternat in Speyer. Die Basis war geschaffen, der Verdienst der ,,sehr guten Jugendarbeit", wie der damalige Landestrainer Konstantin Zalonis urteilte, geerntet. Wenige Zeit später wurde das Basketball-Internat in der Domstadt in der Vorderpfalz gegründet. Heute erinnern sich die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Helmut Kopf an Phasen der Freude und an Tage der Trauer, an Feierstunden und Tristesse.

 

,,Die Ergebnisse dieses außergewöhnlichen Engagements können wir Jahr für Jahr bestaunen und den Verantwortlichen unseren aufrichtigen Dank übermitteln", hat der frühere Präsident des Basketballverbandes Rheinland-Pfalz (BVRP), Gerhart Aichert, den BIS-Verantwortlichen einmal ins Stammbuch geschrieben. Der Verein steckte - zumindest was sein Alter anbelangte - noch in den Kinderschuhen, als in der Dürkheimer Gymnasiumhalle ein erster viel beachteter Coup gelang. Die U16 der Pfälzer um Julian Krieger und mit Gerd Kopf als Trainer feierte im Jahr 1998 den deutschen Meistertitel. Und es blieb nicht der einzige nationale Podiumsplatz für die Nachwuchsspieler des Internats. Zudem preschte die U16-Auswahl 2011 bis ins Viertelfinale um den nationalen Titel in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) vor.

 

Aber auch die Männerteams der BIS Baskets Speyer sorgten immer wieder für Aufsehen. Wie 2007 gelang den Korbjägern 2013 der Aufstieg in die Zweite Basketball-Bundesliga ProB. Drei Spielzeiten lang mischte das Ensemble von Cheftrainer Carl Mbassa im semiprofessionellen Geschäft kräftig mit; im Mai 2016 fehlten Khobi Williamson und Co ein einziger Sieg zum Klassenverbleib. Derweil ließ sich die zweite Mannschaft, die unter dem Namen SG Dürkheim/BIS Speyer antritt, wiederholt als Meister der Oberliaga feiern.

 

Als der damalige BVRP-Chef Aichert die Arbeit im Speyerer Internat würdigte, dachte der Landauer aber nicht nur an die Erfolge der BIS-Teams. Ihm war auch die Förderung der Talente bis zu Nachwuchsnationalspielern durchaus bewusst. Prominentestes Beispiel ist freilich Elias Harris, der mit den Baskets Bamberg zuletzt zweimal in der Bundesliga triumphierte. Aber auch ehemalige Talente der Domstädter wie Simon Schmitz, David McCray oder zuletzt Sebastian Heck waren feste Größen in den Auswahlteams des Deutschen Basketball-Bundes.

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